Die Handelswoche vom 20. bis zum 24. April 2026 markierte den bisherigen Höhepunkt der diesjährigen Frühjahrsrallye und bescherte den Anlegern ein Wechselbad der Gefühle auf Rekordniveau. Alles überstrahlend war in diesen Tagen die „Big Tech“-Berichtssaison in den USA, die wie eine Urgewalt über die Märkte rollte. Die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Schwergewichten wie Alphabet und Microsoft am Donnerstagabend pulverisierten die Erwartungen der Analysten und bewiesen eindrucksvoll, dass die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz nun endgültig in sprudelnde Gewinne umschlagen. Dies löste eine weltweite Erleichterungswelle aus und gab dem DAX den nötigen finalen Impuls, um die hartnäckige psychologische Marke von 26.000 Punkten nicht nur zu knacken, sondern sie im Wochenverlauf auch nachhaltig zu verteidigen.
Doch der Weg zum neuen Allzeithoch war kein reiner Selbstläufer. Zu Wochenbeginn sorgten Spekulationen über eine zähe Kerninflation in den USA noch für Stirnrunzeln und hielten die Anleiherenditen stabil, was die Zinsoptimisten kurzzeitig ausbremste. Erst der Freitag brachte mit den frischen PCE-Inflationsdaten – dem bevorzugten Maßstab der US-Notenbank – die erhoffte Entspannung: Die Daten signalisierten, dass die Teuerung langsam, aber stetig in Richtung des Zielkorridors sinkt. Der DAX verabschiedete sich nach einer fulminanten Schlussrallye bei einem historischen Stand von 26.112 Punkten ins Wochenende. Während in Frankfurt vor allem die exportorientierten Industriewerte von einem schwächeren Euro profitierten, feierten die Halbleiterwerte an der Nasdaq ein wahres Kursfeuerwerk. Zusammenfassend war es eine Woche, in der die nackten Unternehmensgewinne die makroökonomischen Sorgen eindrucksvoll in den Schatten stellten und den Bullenmarkt 2026 auf ein völlig neues Level gehoben haben.
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