War der Rekordlauf des DAX nur die Ruhe vor dem Sturm? Die erste komplette Märzwoche vom 02. bis 08. März 2026 entpuppte sich als emotionale Achterbahnfahrt für die Märkte. Nachdem der DAX zum Monatsauftakt noch selbstbewusst über der 25.500er-Marke thronte, sorgte ein giftiger Mix aus Geopolitik und schwachen Wirtschaftsdaten für einen herben Realitätscheck.
Das Beben kam am Freitag: Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht (NFP) schockierte die Anleger mit einem unerwarteten Stellenabbau von -92.000 (statt des erwarteten Zuwachses). Dieser „Kälteschock“ schürte sofort Rezessionsängste in Übersee, auch wenn gleichzeitig die Hoffnung auf drastische Zinssenkungen der Fed im März neu entfachte. Parallel dazu hielten geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Welt in Atem: Der Ölpreis (WTI) schoss zeitweise massiv nach oben und flirtete mit der 120-Dollar-Marke, was Inflationssorgen und die Angst vor einer „Stagflation“ zurück auf das Parkett brachte.
In Frankfurt rettete sich der DAX dank seiner defensiven Schwergewichte und der Hoffnung auf eine weiterhin lockere EZB-Politik bei etwa 25.210 Punkten ins Wochenende – ein deutliches Minus gegenüber den Wochenhochs, aber die psychologische 25.000er-Hürde blieb (noch) stabil. Während Tech-Werte nach der Nvidia-Party der Vorwoche erste Ermüdungserscheinungen zeigten, profitierten Rüstungs- und Energiewerte von der unsicheren Weltlage. Zusammenfassend war es eine Woche des Umbruchs: Die Euphorie der KI-Rallye musste der harten Realität schwächelnder Konjunkturdaten und steigender Energiekosten weichen.
Vielen Dank fürs Mitlesen und bleiben Sie wachsam in diesem volatilen Marktumfeld!

